Spezialisierung in der Zahnarztpraxis aus betriebswirtschaftlicher Sicht

Spezialisierung in der Zahnarztpraxis aus betriebswirtschaftlicher Sicht

Der Weiterbildungsmarkt wirbt kontinuierlich mit Aufstiegsfortbildungen und Aufbaustudiengängen. Die Liste der Spezialisierungsmöglichkeiten ist dabei lang und bezieht sich in der Regel entweder auf

  • Fachmedizinische Bereiche (Endodontie, Implantologie, Parodontologie…) oder auf
  • Patientengruppen (Angstpatienten, Patienten 50+, Kinder und Jugendliche …).

Vor der Fülle der Angebote stellt sich zunächst die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Spezialistenausbildung. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht spricht vieles für eine solche Spezialisierung neben dem Anbieten der allgemeinen Zahnheilkunde:

  1. Eine Spezialisierung stärkt die Position am Markt, vor allem, wenn sich viele Mitbewerber am Standort befinden. Der heutzutage häufig gut informierte Patient kann sich entsprechend einen auf seine Bedürfnisse spezialisierten Zahnarzt suchen
  2. Durch Aufbau von Routinen aufgrund vieler gleichartiger Behandlungen wird die Behandlung effektiver und effizienter. Selbst „komplizierte“ Fälle können so noch wirtschaftlich dargestellt werden. Wird die Spezialisierung ferner entsprechend der eigenen Passion gewählt, verstärkt sich in der Regel dieser Effekt. Die Erreichung des für den Praxiserhalt notwendigen Stundenumsatzes wird durch die vorgenannten Punkte unterstützt.
  3. Marketingmaßnahmen können gezielt auf die Spezialisierung abgestellt werden.
  4. Investitionskosten steigen immer weiter. Eine Konzentration auf Medizingeräte rund um die Spezialisierung kann diesem Trend entgegenwirken.

Bei der Entscheidung für eine Spezialisierung sollten zunächst die eigenen Stärken und Leidenschaften im Vordergrund stehen. Zu beachten ist, dass eine Spezialisierung in Vollzeit- oder Teilzeitausbildung Zeiten bindet und der Praxisalltag darauf abgestellt werden muss.

 

Beispiel Spezialisierung auf Kinderzahnheilkunde

Bei den Marisa Kids ist der Name Programm. Auf 540m² haben Frau Dr. Marion Enseleit und Frau Dr. Sabrina Junge eine hochspezialisierte Kinderzahnarztpraxis in Weimar etabliert. Die Praxis ist nicht nur auf Kinderbedürfnisse räumlich eingerichtet, sondern  Frau Dr. Junge ist speziell für die kindgerechte Behandlung ausgebildet. Das nutzt in erster Linie den kleinen Patienten. Aber auch für die Praxis stiftet die Spezialisierung zahlreichen Nutzen: Frau Dr. Enseleit und Frau Dr. Junge konnten sich bei den Investitionen rein auf die Belange der Kinderzahnarztpraxis konzentrieren. Teure Anschaffungen von Medizingeräten z. B. rund um die Implantologie konnten unterbleiben. Durch die – aufgrund der Spezialisierung – Häufung gleichartiger Behandlungen amortisieren sich die angeschafften Medizingeräte deutlich schneller. Den gleichen Nutzen haben auch die Überweiserzahnärzte. Durch die Überweisung der Kinder an die MARISA KIDS besteht bei Ihnen nicht der Bedarf an weiterem kostenintensivem Aufbau von Expertise in diesem Bereich in der eigenen Praxis. Zu dem Überweisernetzwerk der Marisa Kids zählen unter anderem auch Logopäden und Physiotherapeuten. Dabei erfolgt die Überweisung in beide Richtungen. Der Ansatz einer ganzheitlichen Behandlung wird hierbei auf höchstem Niveau verfolgt. Ein einmalig solide aufgebautes Überweisernetzwerk stärkt nachhaltig die Position am Standort und macht hohen Werbeaufwand entbehrlich.

 

Ein Text von Christine Götz

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