Frei und sicher vor anderen reden

Frei und sicher vor anderen reden

Vielleicht kennen Sie folgende Situation:
Sie haben über ein wichtiges Thema zu referieren, das Publikum schaut sie mit erwartungsvollen und kritischen Gesichtern an und Sie spüren, Ihre Praxis ist Ihre Welt, die Bühne nicht!
Sie fühlen sich nicht so wirklich wohl auf der Bühne, vielleicht bekommen Sie Fluchttendenzen, müssen sich ständig räuspern, bekommen Schweißausbrüche oder, oder, oder.
Tapfer kämpfen Sie sich durch Ihren Vortrag …

 

Das muss nicht sein!
In diesem Artikel habe ich Ihnen einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen,  dass die Stimme nicht versagt, der Körper nicht zittert und der Vortrag auch Ihnen Spaß macht.

 

Tipp 1: Bereiten Sie sich fachlich gut vor.
Gut vorbereitet zu sein, das schützt davor auf die Nase zu fallen. Denken Sie einfach an die Kür der Eiskunstläufer, die sieht immer so leicht aus, es ging aber harte Arbeit voraus, das ist bei guten, lebhaften Vorträgen genauso.

 

Tipp 2: Geben Sie der Rede eine nachvollziehbare Struktur.
Eine interessante Einleitung.
2-5 Hauptpunkte, die durch Beispiele hinterlegt werden.
Ein knackiger Schluss oder eine Zusammenfassung der Rede.
Flechten Sie Anekdoten oder kleine Geschichten ein.

 

Tipp 3: Machen Sie sich vor dem Vortrag mit der Technik und dem Ort /Raum, Saal vertraut.
Mein erster Vortrag ist mir noch lebendig in Erinnerung. Der Veranstalter hatte bereits alles vorbereitet und für mich den Platz hinter dem Stehtisch vorgesehen. Der Raum gab keine Möglichkeit her, etwas zu verändern, andernfalls wäre ich ständig in die Präsentation gelaufen. Seit dem weiß ich: Hinter dem Stehtisch ist kein guter Platz für einen Menschen, der nicht mal 1,60 m groß ist. Und ich weiß: Ich brauche Raum, äußere Enge lässt mich auch im Innen eng werden – keine gute Idee, wenn man einen lockeren Vortrag halten will.

 

Tipp 4: Bereiten Sie sich mental auf die Rede vor.
Ich habe vor einiger Zeit einen Vortrag vor 1000 Menschen gehalten. 1000 Zuhörer sind auch bei mir nicht die Regel und ich erinnere mich noch, wie kurz nach der Anfrage und meinem “JA!” dazu meine Knie zitterten und mein Herzschlag im ganzen Körper zu spüren war – ich fühlte mich, als wäre ich kurz vorm Platzen.
Kurz danach habe ich mich gefragt, welche Schritte ich gehen will, um den Auftritt gut zu meistern.
Um einen Eindruck zu bekommen, wie es von der Bühne aus aussieht, wenn man vor 1000 Menschen spricht, bin ich in ein Tennisstadion gegangen und habe mir angeschaut, wie es so aussieht, wenn da 1000 Stühle stehen.
Ich habe versucht mir vorzustellen, wie es sich anfühlt zu den Menschen zu sprechen.
Die mentale Vorbereitung ist für mich heute eines der wichtigsten Elemente bei der Vorbereitung. Ich gebe mir ein inneres JA, stelle mir vor, wie ich auf die Bühne gehe, mich dort bewege und Spaß dabei habe. Und, ganz wichtig: Ich stelle mir vor, dass ich auch den Zuhörer in der letzten Reihe erreiche.

 

Tipp 5. Bereiten Sie Ihren Körper vor, er ist Ihr Instrument.
Trinken Sie vorher keinen Kaffee – Kaffee trocknet die Stimmbänder aus und unterstützt bei Nervosität garantiert das Räuspern! Stellen Sie sich lieber ein Glas warmes Wasser in die Nähe, ein trockener Mund kommt unverhofft!
Der Körper will schwingen, damit die Stimme klingt. Um meinen Körper zu entspannen, gehe ich meist vor einem Vortrag noch eine Runde spazieren und mache Atem- und Stimmübungen. Habe ich keine Zeit, mache ich die Stimmübungen im Auto. Sieht albern aus, ist aber äußerst effektiv:
P-T-K im Wechsel mit einem gehauchten haaa kräftigt den Rumpf und entspannt die Stimmbänder – so bleibt die Stimme kraftvoll – auch vor großem Publikum.
Mama –mmmhhh oder muuu bringt den Klang nach vorne und der Kehlkopf entspannt.
Kurz vor dem Vortrag ist es hilfreich die Beine und Kniegelenke zu schütteln und damit zu lockern.
Recken Sie die Arme und machen Sie sich groß.

 

Tipp 6
Wenn Sie auf die Bühne gehen, schenken Sie sich ein jaaaaa und atmen Sie aus.
Gehen Sie aufrecht, mit gemäßigtem Schritt auf die Bühne.
Atmen Sie langsam aus und entspannen Sie Ihren Kehlkopf.
Konzentrieren Sie sich auf Ihre Füße und stehen Sie mit lockeren Knien.
Bringen Sie Ihre Stimme beim Sprechen nach vorne, s. Punkt 5. Konzentrieren Sie sich beim Sprechen auf die Buchstaben M, B und P.
Diese Tipps helfen, dass der Kehlkopf schwingt und Sie sich auf der Bühne entspannter bewegen.

 

Haben Sie Fragen oder wünschen Tipps für Ihren nächsten Vortrag?
Ich schaue gerne mit Ihnen über Ihren Text, sodass er Sie auf der Bühne stärkt.
Ebenso können Sie mich buchen, wenn Sie Fragen zum Auftritt haben, egal ob zur Kleidung, zur Körpersprache oder zu all den Irritationen, die so auf der Bühne vorkommen können.

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